Solothurner Filmtage im Zeichen der Dokus

© Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage

Die Solothurner Filmtage präsentieren vom 22. bis 29. Januar 178 Schweizer Filme. Die Werkschau des heimischen Films spiegelt insbesondere die aktuelle Tendenz eines reichen Dokumentarfilmschaffens. Das zeigen etwa die drei Erstlingsfilme, die für den mit 60’000 Franken dotierten „Prix de Soleure“ nominiert sind.

Lockerflockige Themen sucht man im Wettbewerb um den zwölften Hauptpreis vergeblich. Kriege, Flüchtlingsthematik, Klimawandel sind Themen, die auch die weiteren nominierten Filme dominieren. Eine bewusste Entscheidung: Die ausgewählten Werke überzeugten „durch ihren ausgeprägten Humanismus“, ist in den Presseunterlagen zu lesen.

Mit der neuen Leitung haben die Solothurner Filmtage ihre Bemühungen, auch auf die jungen Besucherinnen und Besucher einzugehen, verstärkt. Ein Teil des Budgets von 3’339’000 Franken wird somit in die Zumiete eines Lokals im Solothurner Attisholz-Areal investiert, wo neu Veranstaltungen wie die Upcoming Award Night mit anschliessender Party stattfinden sollen. Auch das Konzert der Gewinner der „Best Swiss Video Clip 2019“-Auszeichnung, Puts Marie aus Biel, fällt in die Kategorie „Für die Jungen“.

Eröffnet werden die 55. Solothurner Filmtage erstmals schon am Mittwoch von Bundesrat Alain Berset und mit der Premiere der Komödie „Moskau Einfach!“ von Micha Lewinsky.

Der „Prix de Soleure“ wird an der Soirée de Clôture am 29. Januar vergeben. Die Jury setzt sich in diesem Jahr aus Regisseurin Ursula Meier, der Künstlerin Cemile Sahin und dem Uno-Botschafter Mirko Manzoni zusammen.

Martin Lorenz ist det Gründer von kinovent. Er schreibt die Artikel und Moderiert die Social Media wie Facebook und Twitter.