Black Movie 2021

Vom 22. bis 31. Januar findet nun auch das Black Movie Festival online statt. Traditionell bringt das Festival Filme nach Genf, die nur selten einen regulären Kinostart in der Schweiz haben.

Uber das Black Movie Festival

Geboren 1991 aus dem Wunsch heraus, Filme aus afrikanischen Ländern zu zeigen, eine multidisziplinäre und künstlerische Veranstaltung bis 1998, begann das Festival 1999 einen Wendepunkt unter dem Anstoß einer neuen Richtung. Das Festival behält die ursprüngliche Berufung des Festivals bei, Looks zu fördern, die von anderen Realitäten und Vorstellungen als denen der westlichen Welt geprägt sind, und spiegelt die Multikulturalität wider, die seine Identität in Genf prägt, und erweitert den Horizont der angebotenen Filme Filme aus den drei sogenannten südlichen Kontinenten: Afrika, Asien und Lateinamerika. Das neue Management konzentriert die Veranstaltung auch komplett auf die 7. Kunst.

Das Festival, das sich der Verteidigung asiatischer, afrikanischer, orientalischer und südamerikanischer Produktionen verschrieben hat, ermöglichte es dem Genfer und französischsprachigen Schweizer Publikum, erstmals Filme von Apichatpong Weerasethakul, Jia Zhangke, Carlos Reygadas, Wang Bing und Hong zu entdecken Sangsoo, Takashi Miike, Tsai Ming-Liang und João Pedro Rodrigues. Diese Filmemacher, die heute auf den renommiertesten Festivals der Welt (Cannes, Berlin, Venedig, Busan, Toronto, Rotterdam…) ausgezeichnet und anerkannt wurden, waren größtenteils anwesend, als ihre Filme gezeigt wurden. Die in thematische Abschnitte (Gesellschaft, Politik, neue Stadtkulturen, Genres usw.) gegliederten Filme zeugen jedes Jahr 10 Tage lang von der Lebendigkeit einer internationalen Kinematographie, die unter dem Radar der Vertriebskanäle vergangen ist und in der Schweiz größtenteils unsichtbar ist. Das Publikum findet dort Produktionen in allen Formen: Belletristik, Dokumentation, Experimental, Animation, Spielfilme und Kurzfilme. Das gewagte und topaktuelle Programm des Festivals begünstigt Minderheitenstimmen, Tonfreiheit, Filmqualität und Zumutung. Auf Wettbewerbsebene vergibt eine Jury aus internationalen Kritikern den Preis der Stadt Genf für die beste Arbeit.

Wie funktioniert es?

Um einen festivalähnlichen Charakter zu bewahren, werden die Filme vom 22. bis 31. Januar gestaffelt sichtbar sein. Ein Film ist für jeweils 6 CHF (ca. 5,57 EUR) erhältlich und buchbar, sobald man sich mit E-Mail-Adresse anmeldet. Der Film muss genau zur angegebenen Zeit gestartet werden, kann aber innerhalb von vier Stunden angesehen werden. Es gilt schnell zu sein, da, wie im echten Kino, nur ein begrenztes Kontingent an Zugängen pro Film erhältlich ist. Jeder Film ist aber zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Tagen programmiert. Am besten erstellt man ein Konto auf der Seite des Festivals blackmovie.ch und fügt die gewünschten Filme in eine eigene Merkliste. Für alle, die mehrere Filme schauen wollen, ist ein Festivalpass für 50 CHF (ca. 46,45 EUR) erhältlich, mit dem man alle Filme sehen kann.

Martin Lorenz ist det Gründer von kinovent. Er schreibt die Artikel und Moderiert die Social Media wie Facebook und Twitter.