Berlinale wird dieses Jahr auf 2 Monate aufgeteilt

Den Auftakt der 71. Berlinale machen vom 1. bis 5. März 2021 der digitale Branchentreff. Die Berlinale Talents und der World Cinema Fund öffnen ihr digitales Programm neben dem Fach- auch dem öffentlichen Publikum. Vom 9. bis 20. Juni wird es ein Summer Special mit zahlreichen Filmvorführungen für das Berliner Publikum geben.100 Filme sollen gezeigt werden, teilweise auch bei Open-Air-Vorführungen. Allerdings aufgrund Corona unter Vorbehalt. Denn: „Man muss dann gucken, ob das alles so möglich sein wird.“ Das konkrete Programm soll nächste Woche veröffentlicht werden.

(von l. o. nach l. u. im Uhrzeigersinn) Adina Pintilie © Dirk Michael Deckbar / Berlinale 2018, Nadav Lapid © Alexander Janetzko / Berlinale 2019, Mohammad Rasoulof © Cosmopol Film, Jasmila Zbanic © Andreas Teich / Berlinale 2006, Gianfranco Rosi © Ali Ghandtschi / Berlinale 2016, Ildiko Enyedi © Ali Ghandtschi / Berlinale 2017

Auch die Jury des Wettbewerbs steht fest – sie setzt sich aus sechs ehemaligen Berlinale-Gewinnern zusammen. Zu dem Gremium gehören Mohammed Rassulof („Es gibt kein Böses“), Nadav Lapid („Synonyme“), Adina Pintilie („Touch Me Not“), Ildikó Enyedi („Körper und Seele“), Gianfranco Rosi („Seefeuer“) und Jasmila Zbanic („Grbavica“). Sie sollen die Filme nach einer entsprechenden Quarantäne zusammen in Berlin ansehen, wie Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek am Montag sagte. Einzige Ausnahme ist der Iraner Mohammed Rassulof, der nicht ausreisen darf. Er wird die Filme in seinem Heimatland anschauen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat außerdem angekündigt, die Berlinale mit zusätzlichen Mitteln des Bundes zu unterstützen. Sie stellte eine Summe zwischen 10 und 15 Millionen Euro in Aussicht, wollte sich aber noch nicht auf eine genaue Zahl festlegen.

Martin Lorenz ist det Gründer von kinovent. Er schreibt die Artikel und Moderiert die Social Media wie Facebook und Twitter.