Black Movie Festival hat Erfolg mit digitaler Ausgabe

Seine 22. ausschließlich digitale Ausgabe hat in zehn Tagen mehr als 60.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Die Umstellung auf die digitale Technologie habe die Sichtbarkeit des Festivals auf den Rest der Schweiz ausgedehnt, freuten sich die Veranstalter im Communiqué zum Abschluss des Festivals vom Sonntag. Zehn Tage lang konnte das Publikum 84 Filme aus 48 Ländern und 26 aufgezeichnete Interviews mit Filmemachern ansehen. Außerdem bot das Black Movie drei Diskussionsrunden, Radiosendungen und Livestreams aus Nachtclubs an. Zu den beliebtesten Filmen gehörten der südkoreanische Thriller „Lucky Strike“ von Kim Yong-Hoon und „Red Post on Escher Street“ des Japaners Sion Sono.

Im Wettbewerb ging der Kritikerpreis an „Entre perro y lobo“ der spanischen Filmemacherin Irene Gutiérrez. Der Film erzählt von drei kubanischen Veteranen des angolanischen Unabhängigkeitskrieges, die ohne revolutionäre Perspektive auf ihre militante Vergangenheit zurückblicken. Der Jugendpreis ging an „Acasa, My Home“ des Rumänen Radu Ciorniciuc, eine Familienchronik über neun Kinder und deren Roma-Eltern, die sich an das Stadtleben anpassen müssen. Der Payot Petit Black Movie Prize schliesslich ging an den Film „Meow or Never“ der indischen Regisseurin Neeraja Raj.

Martin Lorenz ist det Gründer von kinovent. Er schreibt die Artikel und Moderiert die Social Media wie Facebook und Twitter.