Das 2.OutNow Film Festival

Da die Kinos in der Schweiz noch bis ende Februar zu sind veranstaltet OutNow das OutNow Film Festival. Es findet statt vom 6. bis zum 14. Februar und besteht wie die echten Festivals aus einem internationalen Wettbewerb (Hauptpreis: Goldenes Sofa) und einigen Filmen außer Wettbewerb. Und wie sich das für ein anständiges Sequel gehört, ist dieses Jahr alles grösser. Größere Berichterstattung, größere Filme und neu sogar mit einer externen Jury.

Im Wettbewerb kämpfen dieses Mal zwölf Filme aus zehn Ländern um den Hauptpreis, das Goldene Sofa. Als Neuerung wird der Preis dieses Jahr von einer dreiköpfigen externen Jury erkürt. Neben den zwölf Wettbewerbsfilmen laufen weitere acht außer Konkurrenz und zwei etwas blutigere Filme als «Midnight Madness».

Über das Festival

Mit der Gründung des ersten OutNow Film Festivals im Mai 2020 verfolgten sie mehrere Ziele: Sie wollen die Filmfans da draußen von der deprimierenden Corona-Welt ablenken und sie mit Tipps zu Filmen bombardieren, die sie vielleicht noch nicht auf dem Radar hatten; Filme aus den unterschiedlichsten Ländern von vielen noch unbekannten Regisseurinnen und Regisseuren. Aber genauso wichtig ist es Ihnen, auf Streamingdienste aus der Schweiz aufmerksam zu machen, die im Idealfall auch noch die so gebeutelten Kinos und Verleiher hierzulande unterstützen. Filme schauen und dabei was Gutes tun: Besser geht es fast nicht.

Das Programm

Internationaler Wettbewerb

– Sekuritas – Schweiz, 2019. Regie: Carmen Stadler (Eröffnungsfilm) – verfügbar auf Filmingo und Myfilm
– Canción sin nombre – Peru, 2019. Regie. Melina Leon – verfügbar auf Filmingo
– The Forgotten – Ukraine, 2019. Regie: Daria Onyshchenko – verfügbar auf Myfilm
– The Hater – Polen, 2019. Regie: Jan Komasa – verfügbar auf Netflix
– Iniciales S.G. – Argentinien, 2019. Regie: Raina Attieh, Daniel Garcia – verfügbar auf Filmingo
– Live – Deutschland, 2020. Regie: Lisa Charlotte Friederich – verfügbar auf Kino On Demand
– Mein Ende. Dein Anfang. – Deutschland, 2019. Regie: Mariko Minoguchi, Deutschland – verfügbar auf Kino On Demand
– Nova Lituania – Litauen, 2019. Regie: Karolis Kaupinis – verfügbar auf MUBI
– A Sun – China, 2019. Regie: Mong-Hong Chung – verfügbar auf Netflix
– To the Ends of the Earth – Japan, 2019. Regie: Kiyoshi Kurosawa – verfügbar auf Filmingo
– Two/One – Grossbritannien, 2019. Regie: Juan Cabral – verfügbar auf MUBI
– Wir Eltern – Schweiz, 2019. Regie: Eric Bergkraut, Ruth Schweikert – verfügbar auf Cinefile

Ausser Konkurrenz

– African Mirror – Schweiz, 2019. Regie: Mischa Hedinger – verfügbar auf Cinefile
– Bronx – Frankreich, 2020. Regie: Olivier Marchal – verfügbar auf Netflix
– The Craft: Legacy – USA, 2020. Regie: Zoe Lister Jones – verfügbar auf Rakuten / Sky Store / Swisscom (blue TV)
– Happiest Season – USA, 2020. Regie: Clea DuVall – verfügbar auf Rakuten / Sky Store / iTunes / Swisscom (blue TV)
– Human Capital – USA, 2019. Regie: Marc Meyers – verfügbar auf Rakuten / Sky Store
– Spontaneous – USA, 2020. Regie: Brian Duffield – verfügbar auf Rakuten / iTunes
– The Way Back – USA, 2020. Regie: Gavin O’Connor – verfügbar auf Rakuten / Sky Store / Swisscom (blue TV)
– Wendy – USA, 2020. Regie: Benh Zeitlin (Abschlussfilm) – verfügbar auf Rakuten / Swisscom (blue TV)

Midnight Madness

– Cadaver – Norwegen, 2020. Regie: Jarand Herdal – verfügbar auf Netflix
– Nocturne – USA, 2020. Regie: Zu Quirke – verfügbar auf Primevideo

Streamingdienste

cinefile

Das Streamingangebot umfasst eine Auswahl der besten neuen Kinofilme zur Einzelmiete, laufend ergänzt um Reprisen, Klassiker, Dokumentarfilme und Exklusivitäten. Neben Einzelmieten (meistens 6 oder 8 Franken pro Film) gibt es auch das Abo-Angebot «Stream99», mit dem man 99 Filme pro Jahr für 9 Franken pro Monat erhält. Wer das Abo-Modell mal testen möchte, kann dieses während einer Probezeit von 14 Tagen gratis tun.

filmingo

Betrieben wird die Plattform filmingo durch die Schweizer Stiftung trigon-film, die in einem normalen Jahr viele Filme aus aller Welt in die Kinos bringt. Ein Einzelfilm kostet 8 Franken, es gibt jedoch Abos, mit denen der Preis pro Film drastisch fällt. Mit dem Abo «Filmfriend» kann man pro Monat zwei Filme schauen und bezahlt dafür 9 Franken. Beim Abo «Filmfan» gibt es für 15 Franken fünf Filme pro Monat. Wer denn Filmkatalog unlimitiert geniessen möchte, schliesst das Jahresabo «Filmlover» für 240 Franken ab.

Kino on Demand

Der Name des Portals sagt es eigentlich schon, dass die Kinos hier im Fokus stehen. Filme kann man für 7.50 Franken streamen und dabei jeweils eines von drei Schweizer Kinos unterstützen. Auf jeder Filmseite kann man dabei aussuchen, bei welchem Kino man sich den Film leihen möchte.

myfilm

Auf der vom Basler kult.kino betriebenen Plattform gibt es Filme in der Einzelmiete für entweder 7.50 oder 8.50 Franken. Doch nicht nur das kult.kino kann man hier unterstützen. Auch die Arthouse-Gruppe von Zürich hat ein Fenster bei myfilm. Möchte man diesen finanziell unter die Arme greifen, gibt man nach dem Klicken auf den Button «Jetzt abspielen» den Gutscheincode «arthouse» ein, was die Einzelmiete sogar noch um einen Franken günstiger macht.

MUBI

Die Plattform MUBI wurde bekannt damit, dass jeweils nur 30 Filme im Angebot waren, wobei an jedem Tag ein Film hinzukam und einer verschwand. Davon hat man sich ein bisschen verabschiedet. Zwar werden immer noch täglich neue Filme hinzugefügt, doch sind heutzutage jeweils weit mehr als nur 30 Filme auf der Plattform abrufbar. Das Angebot reicht von vergessenen Geheimtipps bis zu den frischesten Festival-Hits und von Kult-Klassikern zu preisgekrönten Meisterwerken. Das Abo kostet 12 Franken im Monat. Es lässt sich sieben Tage lang gratis testen. MUBI unterstützt zwar keine Schweizer Kinos, eignet sich aber dazu, um neue Regietalente zu entdecken.

Die Grossen

Netflix, blue TV, iTunes, Prime Video, Rakuten TV und Sky Store: Diese Portale muss man eigentlich nicht mehr vorstellen, da sie weltbekannt sind. Das Problem bei all diesen Portalen ist jedoch, dass es überall viel zu viele Filme und Serien gibt. Da ist man schnell mal überfordert, scrollt sich minutenlang durch die Auswahl und schaut dann letzten Endes irgendwas, das vom Algorithmus empfohlen wurde. So passiert es leider, dass die kleineren Filme völlig untergehen.

Beim 2. OutNow Film Festival stellen sie diese Untergegangenen nun jedoch ins Rampenlicht. Ihr werdet schockiert sein, was ihr bisher alles wegen des Algorithmus verpasst habt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Wendy, der neue heisserwartete Film von Benh Zeitlin (Beasts of the Southern Wild), still und heimlich als VoD veröffentlicht wurde? Eben!

Martin Lorenz ist det Gründer von kinovent. Er schreibt die Artikel und Moderiert die Social Media wie Facebook und Twitter.